Mad Max

Mad Max

  Sonstiges        03.10.2015
Photo(s) freigegeben von Warner Bros. Interactive Entertainment
Das Comeback von Max Rockatansky hat das Kinojahr 2015 extrem positiv geprägt. Pünktlich zum DVD- und Blu-Ray Release veröffentlichte Warner Bros. Interactive Entertainment das Spiel zur Filmreihe. Programmiert wurde das Spiel von den Avalanche Studios – bekannt durch die Just Cause-Reihe.

Kopfüber ins Ödland

Das Spiel beginnt mit einer actiongeladenen Szene: Max wird von einer Gruppe War Boys und ihrem Anführer Scabrous Scrotus, dem Sohn von Immortan Joe, verfolgt. Natürlich wollen sie Max' Herzstück – seinen Interceptor. Nach einem harten Kampf haben die War Boys den Interceptor und Max hat Scrotus die eigene Kettensäge in den Kopf gerammt. Hier beginnt unser Abenteuer: Max trifft den buckeligen Mechaniker Chumbucket und gemeinsam macht man sich auf die Suche nach einem neuen Gefährt. Erstmal muss jedoch ein wackliges Grundgerüst herhalten, bevor man eine Karosserie wählt (ja, es gibt mehrere Karosserien).

Chumbucket tauft den neuen Flitzer „Magnum Opus“ und werkelt daran herum. Dafür sind einige Teile notwendig, die wir im Ödland finden und die lassen sich vielfältig weiterentwickeln. Dazu zählen beispielsweise Reifen, Stoßdämpfer, Rüstung und Bewaffnung wie eine Harpune, ein Scharfschützengewehr, Stoßstangen und explodierende Speere. Das Herzstück ist jedoch ein V8-Motor. Den müssen wir jedoch erstmal beschaffen.

Packen wir's an!

Neben dem Finden der Upgrades für den Magnus Opus gibt es auch viel anderes zu tun. Wir bewegen uns in insgesamt 6 Gebieten, die von mehr oder weniger freundlich gesinnten Person und deren Crew bewohnt werden. Hier ist es nun an Max, die Gefahrenstufe der Gebiete zu verringern um Vertrauen zu gewinnen. Dazu müssen Vogelscheuchen, Snipertürme, Minenfelder und Konvois von Scrotus Bande zerstört werden. Außerdem gibt es verschiedenste Arten von Lagern, die ihr befreien müsst. Das wird erreicht, indem Treibstoffbehälter zerstört, eine bestimmte Gegner-Anzahl oder sogenannte Top Dogs besiegt werden. Von den Top Dogs bekommt man zusätzlich noch Lackierungen für den Magnus Opus.

Natürlich haben die Sammler auch einiges zu tun. Am wichtigsten ist im Ödland das Scrap, die Währung. Mit dem Scrap kauft ihr Updates für das Fahrzeug und Max' Ausrüstung. Ihr erhaltet es nach Missionen, findet es in Lagern oder beim Zerstören von Fahrzeugen. Weiterhin gibt es Relikte, dass sind meist Bilder oder Notizen aus der Vergangenheit. Auch Autos werden gesammelt, indem man die Fahrzeuge der Gegner erobert oder in einem Death Race gewinnt.

Ab zum TÜV

Leider hat das Spiel einige Probleme, unter denen der Spielspaß leidet. Wenn Max nicht gerade im Auto sitzt, so lässt er sich recht schwerfällig zu Fuß steuern. Darunter leidet auch das Free-Flow Kampfsystem. Das kennt man bei anderen Spielen, wie beispielweise der Batman Arkham-Reihe um einiges besser.

Außerdem ist das Spielprinzip sehr repetitiv. Man muss die einzelnen Gebiete befreien. Der Aufbau der Forts unserer Verbündeten läuft auch sehr gleich ab. Finde X Projekt-Teile, um kostenlos Benzin, Wasser, Energie usw. aufgefüllt zu bekommen. Leider wirkt das Spiel dadurch künstlich gestreckt.

Dank der veröffentlichten Patches läuft das Spiel bei Verfolgungsjagden mit mehren Fahrzeugen, die für das Spiel essentiell sind, mittlerweile ruckelfrei.

Fazit
Meiner Meinung nach kann Mad Max leider nicht an die Qualität von anderen Open World Titeln anknüpfen. Die Steuerung, wenn man nicht im Auto sitzt, ist leider nicht gut genug und auch die Ladezeiten sind relativ lang.

Was dem Spiel jedoch zu Gute gehalten werden muss, ist das Design der Oberwelt. Ein Ödland bietet da eigentlich nicht soviel Spielraum - dafür sehen die verschiedenen Areale schön aus. Da wären die Sulfat-Region die dem Spiel einiges an Farbe gibt, die Highway-Region oder auch der Schrottplatz um Gastown. Auch die vielseitigen Upgrades, die sich auch optisch bemerkbar machen, bieten viel Spaß für Spielereien.

Vor allem zum Ende hin wird das Spiel sehr emotional und spannend. Ich finde, hier hätte man schon eher die Story weiterspinnen können, die bis zu einem gewissen Punkt eher seicht war.

Mad Max empfehle ich allen Leuten, die die Filme mögen und so wieder in diese Welt eintauchen wollen. Zudem ist es ein gutes Spiel für zwischendurch, wenn man mal wieder nichts zu spielen hat oder der nächste Triple A Titel auf sich warten lässt.
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