Showreview Gone to Waste - Resonanzwerk Oberhausen 04.03.2017

Showreview Gone to Waste - Resonanzwerk Oberhausen 04.03.2017

  Sonstiges        11.03.2017
Photo(s) freigegeben von Gone to Waste
Ich nehme wahr, dass hier der ein oder andere gerne ein Review von
mir zur Show am Samstag lesen möchte. Nun kann ich machen, ich möchte
euch nur vorab warnen, meine Sprache enthält viel Gewalt, wenig Grips
dafür jede Menge Große Schnauze. Die 3 G´s also, auf die es ankommt.
Kurz zu den Fakten vorab:
Gespielt haben am 04.03. (Hitlers
Geburtstag für alle, die das nicht wussten) die folgenden Bands im
Resonanzwerk in Oberhausen, um mal vor mehr als nur vor einem
30-Mann-Publikum zu spielen und Gone to Waste auf dem einstündigen Weg
in die Rente zu begleiten:
-irgendeinebandmitkurzenhosendieichnichtgehörthabeunddeswegennichtssagenkann
-Machine Head
-Demonwomb
-Solid Ground
-Harm / Shelter
-One Life Crew
-Risk it!
-Beastie Boys
-No Warning
-Gone to Waste
-Shattered Realm

-REDUCTION als Headliner... ist ja klar, immerhin sind wir im Pott, die
aber aufgrund des Polizeiaufgebots vor der Tür nicht mehr ran konnten
und direkt festgenommen wurden wegen einer megaasozialen Sitzblockade
gegen die Atomtransporte nach Gorleben.

Eingetroffen bin ich
pünktlich zum Showbeginn um 19.20 Uhr an der Venue, vor der tatsächlich
noch ca. 150 Wartende im Regen standen, um mich vorzulassen. Sorry
Jungs, aber Schlangestehen habe ich 2007 auf einer Show in Belgien
aufgegeben. Drin wartete Lukas auf mich, dem ich nicht einmal erklären
musste, dass mir eine Karte reserviert, bezahlt und zur Abholung
bereitgelegt wurde. Er sah mich und verstand: „Szabo ist da, gebt ihm
ein Bändchen, damit die Show beginnen kann.“ (Etwas selbstherrlich ich
weiß, aber ich habe auf einer Show am Donnerstag gelernt, dass das
gerade im Trend liegt).

Als erstes spielte wie gesagt,

irgendeinebandmitkurzenhosendieichnichtgehörthabeunddeswegennichtssagenkann,
über die ich nichts sagen kann, außer dass die kurze Hosen an hatten,
da ich die nicht gehört habe.

Egal, danach kamen Machine Head,
die mit dem Song Davidian eröffneten. Da diesen Song offenbar keiner
kannte, machte die Band einfach mit Covern einer unbekannten
österreichischen Band namens Demonwomb weiter. Die Musik war ok. Auf
jeden Fall strengte der Gitarrist sich an.

Nach Demonwomb kamen
Soul Control, denen ich noch eine Chance geben wollte, nachdem ich die
in Dunkeldeutschland richtig scheisse fand. Ich muss sagen, ich muss
meine Meinung korrigieren. Die Mucke ist teilweise echt fett, WENN die
nicht einen Sänger mit dem Charme einer Zyste im Rektalbereich hätten,
der stimmlich einfach den restlichen Musikern in der Band nicht gerecht
wird. Da helfen nach wie vor keine langen Socken bei kurzen Hosen und
dämliches Justicelookalikegehabe. War nicht mein Ding, also bin ich nach
dem ersten Song wieder raus.... vorbei am Stand vom Hannes Power, der
im Gegensatz zu den restlichen Ständen das Cross Sell Potential
erkannte, vegane Burger an das Hardcorekundensegment verkaufte und sich
dafür sogar mit dem Plattenstand daneben arrangierte, der die ein oder
andere NSBM-Platte im Sortiment hatte. Alles kein Thema, solange der
Rubel rollt. Kommen wir zurück zu den Burgern und da mal eine kurze Info
von mir in die Runde: Vegan ist 1. nicht immer gesund und 2. definitiv
nicht steril... ganz besonders nicht, wenn diese an der Rückwand der
Frauentoilette in einem ausverkauften Raum ohne Re-entry mit 600
schwitzenden und atmenden Menschen und ohne Handschuhe zubereitet
werden. So groß kann doch der Hunger nicht sein... ich bitte euch. Und
ihr wundert euch, dass die Szene immer kleiner wird???? Ich sag euch,
meine Lippen haben gekribbelt, als ich das gesehen habe.

An
dieser Stelle möchte ich dringend darum bitten, ab sofort
Doppeltsolecker aus Dortmund für jegliche Shows im Pott zu buchen. Die
Menschen sind vom Fach und kennen sich mit Lebensmittelhygiene aus.
Gracias.

Nachdem Sold Hound dann fertig waren, kamen Harm/Shelter, von denen man mir

berichtete, dass diese ganz fett sein sollen. Empfand ich nicht so. Die
hatten nach dem Rapintro einen starken Start aber danach kam kaum Druck
auf. Ich fands langweilig.... aber vielleicht muss ich mir die noch
einmal anschauen... .

One Life Crew waren als nächstes auf der
Bühne und starteten ihr Set mit dem Murdario Stomp und was dann abging
war der Wahnsinn. Das Licht ging an und ca. 250 total aggressive
Mitglieder vom lokalen schwarzen Block und der Antifa zerfickten die
Bude mit Tränengas, Molotowcocktails, Schlägereien mit der Band usw.
Hannes Power rannte mit gezückten Brotmesser und freien, mit gelockten
Schamhaaren bedeckten Oberkörper in Richtung Bühne und versuchte die
Band vom spielen dieses Songs abzuhalten........NICHT!


Tatsächlich wurde ein Teil vom Murdario Stomp gespielt und nichts
passierte. Man hörte weder was von der anwesenden Wolf Down Fraktion und
Hannes schaute noch nicht einmal hoch, weil er so busy war, den
Cashflow in seinem veganen Mc Donalds in der Ecke zu berechnen.
Doppelmoral galore. Es waren ja auch nicht, Reduction, die auf der Bühne
standen, sondern RISK IT! – meine Lieblingsband aus dem wunderschönen
Weisswasser, der Perle der Lausitz und Heim der Füchse. Jungs, ich
konnte nur euer Beastie Boys Cover und den letzten Song bestaunen, da
ich zwischenzeitlich Gangsachen vor der Tür klären musste. Ihr kennt
das.
Ich habe noch die großartige Ansage vom Sänger mitbekommen,
das Beastie Boys Cover, bei dem es unglaublich geil abging und den
letzten Song. Ich sag euch was, wenn ihr das ganze Set so abgegangen
seid, wie beim letzten Song, und davon gehe ich aus, dann habt ihr den
Laden kaputtgemacht.

Dieses Szenario konnte eigentlich niemand
mehr toppen, aber GTW hatten an dem Abend den Oompaloompa-Abschiedsbonus
und ich war extrem überrascht, dass so viele Leute rauskamen, um eine
Band zu verabschieden, die ich noch nie live gesehen habe. Ebenfalls war
ich überrascht zu sehen, dass Jungs aus Zürich am Start waren mit 2
vollen Wagen. Megatypen die Züricher, kann ich nicht anders sagen.

An dieser Stelle unterbreche ich das Review für eine kurze Werbeunterbrechung:
Addet sofort alle Roadrage Booking auf Facebook! Euer Premiumshowpromoter in Zürich.


Zurück zum Topic, Lukas kam also auf die Bühne und machte nach ein
bissl Rockstargehabe wegen einer von 20 Monitorboxen eine Emo-Ansage auf
englisch. Irgendwas mit Hardcore, a way of life oder so. Alle um mich
rum hatten kurz ein Tränchen im Auge und etwas Gänsehaut. Mit dem Emo
war dann allerdings auch schnell vorbei, denn die Band begann mit dem 1.
Song ...passend dann auch zur 1. Schlägerei. Ich werde hier nicht
ausplaudern, wer es war und worum es ging, aber ich war etwas
überrascht, von wem das Backpfeifengesicht den rotweißen Handabdruck ins
Gesicht kredenzt bekommen hat. Grüzi miteinand... .
Weitere 3-4
Schlägereien sollten noch folgen. Meine eigene Ursachenforschung kam zu
dem Schluss, dass nicht jeder Bauernsachse aus Bautzen auf den
Ruhrpottmosh klarkommt und sich nicht anders zu helfen weiß, als
behinderten Zoff anzufangen. Diese Hypothese sollte dann auch an meiner
eigenen Person bestätigt werden. Ich habe lange nicht mehr soviel
Fäuste am Kopp kassiert wie bei dem Set und wer mich kennt weiß, dass
ich schon jede Menge Fäuste am Kopp kassiert habe.

An dieser
Stelle unterbreche ich erneut das Review für BAYER – BACK AND BODY ! Das
Geheimrezept für alle Vollidioten über 35, die immer noch meinen, sich
im Pit in den Rücken treten lassen zu wollen. Ohne die Tabletten wäre
ich noch heute querschnittsgelähmt. Bei Risiken und Nebenwirkungen...
fick dich.

GTW spielten ein gutes Set garniert mit einem No
Warning Cover und das Publikum ging gut ab muss ich zugeben. Die Musik
war nicht ganz meins, aber die Stimmung steckte einfach an und die Band
wurde gebührend verabschiedet. Kann mir bitte einer erklären, was dieses
doofe Gehample auf der Bühne soll von den Leuten die stagediven? Muss
man wirklich jede Idiotenscheisse aus den Staaten (schlecht) nachmachen?

Was GTW richtiggemacht haben, war Shattered Realms „All will
suffer“ zu covern. Es war total atypisch für so eine Show und hörte
sich, mit einer Gitarre, katastrophal an, aber nachdem ich gefühlte 15
Runden Fäuste ins Gesicht kassiert habe, war ich so mit Adrenalin und
Testo vollgepumpt, dass ich auch endlich abgehen konnte.

Ich
denke Gone to Waste haben mit dem Line-up, mit der Show und der Venue
alles richtig gemacht. Die Band konnte einen ordentlichen Abschied
feiern und durch das ausverkaufte Resonanzwerk dürften mindestens 2500
Euro hängen geblieben sein.... .

PS: kein Bock heute auf Rechtschreibung zu achten. Hamdulla.
2 Like(s): pureblood, BiteTheDust,
...
38 Jahre, User aus Waltrop