Rise Against - Wolves

Rise Against - Wolves

  Musik        14.06.2017
Photo(s) freigegeben von Rise Against
Rise Against haben nach fast drei Jahren, endlich ihr achtes Studioalbum rausgebracht.
Das Album 'Wolves' soll der erneute Weckruf von Tim McIlrath und Rise Against an die Welt sein, den lauernden Gefahren und Veränderungen vor der eigenen Tür entgegen zu treten.
Nur ist Rise Against dies mit dem neuen Album gelungen? Dann lasst uns mal in den Wald gehen und lauschen.

'Wolves' hat 11 Titel mit knapp 40 Minuten Laufzeit. Daher genug Zeit, um sich auf Rise Against einzulassen.
Nach der recht beschaubaren 'The Black Market', wird man dieses mal von Rise Against wieder etwas versöhnlicher abgeholt.
Es ist gefühlt etwas lauter, aber immer noch ein wenig zu sehr Massenkompatible für den Fan des geflegten Punk.
Was ich jedoch persönlich nicht so schlimm finde.

Das Album fängt mit dem Song 'Wolves' an. Ein eingängiges Stück mit typischer Rise Against Note. Es hat mich zumindest nach der ersten Singleauskopplung 'The Violence' milder gestimmt. 'The Violence' wäre für mich nicht die erste Wahl gewesen.
'House Of Fire' - netter Song. Kein 'Horseshoes and Handgrenades' ala Green Day. Inhaltlich wieder mit der Angst der Machtlosigkeit "A world outside I can't control".
Nächster Song die erste Singleauskopplung 'The Violence' - sicherlich gewählt, weil es nicht zu laut ist und wieder mit dem Trauma der Amerikaner spielt. Was wir nicht verstehen, müssen wir wegbomben. Was machen wir aber, wenn es nicht irgendwo weit weg ist?
'Welcome To The Breakdown' - typischer Rise Against Song. Wie immer etwas politisch angehaucht. Ob der Narr etwas mit Trump gemeinsam hat? 'Far From Perfect' ein etwas ruhigerer Song. Wobei die etwas ruhigeren Songs dominieren. Sei so wie du bist - mit all den Ecken und Kanten.
'Bullshit' fängt gut an, verliert sich dann aber in der - ich mag es mal so sagen - Trumpologie dieses Albums.
'Politics Of Love' durchschnittlicher Song. Sprich es aus, bevor es zu spät ist. Wie immer im Leben.
Daran schließt auch 'Parts Per Million' an etwas schneller. In das gleiche Horn blasend. Trau nicht jedem Wort. Schließt euch zusammen und tut etwas gegen die Lügen. Auch der Klimawandel findet hier seinen Platz.
'Mourning In Amerika' eines der melodischeren Songs des Albums. Nur auch hier wieder die Angst, sich in der Monotonie und Gleichgültigkeit zu verlieren.
'How Many Walls' - Viel hilft nicht viel. Guter Riff mit Schlagzeug. Und der Schrei nach Veränderung.
'Miracle' - warte nicht darauf das es passiert. Du musst es selber tun. Einer der mittelmäßigen Songs von Album. Vielleicht, weil sich das Ganze auch inhaltlich doch sehr wiederholt? Auch das letzte Stück auf dem Album. Hinterlässt einen faden Geschmack.

Bonus Tracks 12 - 'Megaphone' - wäre meine Wahl für die erste Single gewesen. Sehr Rise Against mit gutem Intro, um dann in schnelle Riffs zu gehen.
Und eigentlich perfekt zusammenfassend, was Rise Against mit dem Album sagen möchte.
Zweiter Bonus Track 13 - 'Broadcast[Signal]Frequency' - könnte auch ein Song von vor 'The Black Market' sein.
Vielleicht noch die Reminiszenz an alte Tage - schnell, schneller, runtergespielt.

Mein persönliches Fazit. Wer ein gängiges gepflegtes Punkalbum hören möchte, liegt mit 'Wolves' auf der richtigen Seite.
Sicher wird man nicht von der Innovation überrannt, jedoch in den Zeiten des Umbruchs ist es eine solider musikalischer Ausflug, der inhaltlich die Meinung und Ängste von Rise Against sehr gut vermittelt. Etwas sehr politiklastig und negativ - aber den neuen Jahren wohl geschuldet in denen wir leben.

Einfach einlegen und den Punk seinen Lauf lassen... mit den Wölfen.
Mein Tipp vom Album - 'Megaphone' der erste Bonus Track.
0 Likes
...
43 Jahre, Admin aus Köln

Weiteres vom Autor

Weiteres in Musik